Weissenbach an der Triesting, Niederösterreich

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    *I am the master of my fate ~ I am the captain of my soul* William Ernest Henley

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    • Parfümerie

      Berndorf, 3

      16. Dez. 2020
      Aktualisierter Beitrag

      Hier haben wir wieder einmal einen Drogeriemarkt. Aber nicht irgendeinen! Sondern den BIPA Markt in der Alexanderstraße in Berndorf! Seitdem ich in das wundervolle Triestingtal übersiedelt bin, hat es mich selbstverständlich auch hierher verschlagen, denn auch "Landmenschen" brauchen ihre Düfte, ihr Make-up, ihren Style

      Eigentlich war ich niemals ein richtiger BIPA-Kunde, einerseits sind mir die Produkte zu teuer, andererseits führen sie Produkte nicht, die ich benötige. Dieser spezielle BIPA jedoch ist völlig anders. Ich war kurz nach dem ersten Lockdown - oder war es sogar dazwischen - hier in dieser Filiale. Ich erwartete gar nichts und wurde so dermaßen überrascht, deshalb muss ich diesen Bericht verfassen.

      Ich war z. B. auf der Suche nach einer Nachfüllung der Hirsch Citronella Seife. Normalerweise führt sie die Konkurrenz, ich weiß. Normalerweise bekommt man diese Seife - die mein Lebensgefährte und ich nunmal am allerbesten auf unserer Haut vertragen - nur bei den zwei Buchstaben, die verkünden, dass man hier "Mensch" ist, wenn man dort einkauft. Nun ja, ich fühlte mich tatsächlich auch als Mensch, als ich beim BIPA hier in der Alexanderstraße eingekauft habe, denn hier hat man den absoluten Shoppingspaß!

      Diese äußerst zuvorkommenden Mitarbeiterinnen scheuen weder Mühe noch Corona und sie beraten auch in diesen verdammt schwierigen Zeiten. Jeder Mensch hat das Bedürfnis nach fachkundlicher Beratung - egal ob Mann oder Frau. Und genau HIER bekommt man genau DAS. Diese Mitarbeiterinnen gehen so punktgenau auf alle Bedürfnisse ein, es war bisher alles in Ordnung und ich habe das Service immer als sehr großartig und äußerst fachkompetent empfunden.

      Einmal suchte ich z.B. nach einer Creme für meinen Lebensgefährten - er ist Radfahrer - für das Gesicht. Ich entdeckte eine Creme - keine Ahnung, welche Marke das jetzt war - jedenfalls hat mich die Mitarbeiterin darauf aufmerksam gemacht, dass auch sie beim Skifahren genau "diese" Creme verwendet, welche ich dann auch schlussendlich gekauft habe. Es handelt sich dabei um eine "HIPP Babysanft Wind & Wetter Balsam wasserfrei". Ich wäre von selbst niemals auf die Idee gekommen, dass ich eine "wasserfreie" Creme für meinen Liebsten kaufen muss, damit er nicht mehr beim Radfahren friert, was aber eigentlich logisch ist, denn Feuchtigkeitscremes beinhalten Wasser und genau das gefriert dann auf der Haut. Aber genau deshalb sind doch solche Läden bzw. solche Angestellten da - oder etwa nicht? Das ist ihr Beruf, das sollte ihre Berufung sein, und genau DAS habe ich dort erlebt. Ich bedankte mich bei der Mitarbeiterin und ging mit noch ein paar anderen Sachen zur Kasse.

      Ich finde, dass es jedes Mal ein Einkaufserlebnis ist, selbst wenn man nur etwas Seife, etwas Creme und vielleicht sogar einen Hauch Parfum benötigt - denn dafür gibt es auch extra ausgebildete Mitarbeiterinnen, die nur darauf warten, bis der richtige Kunde kommt, den sie ausgiebig beraten dürfen. Man merkt, dass es ihnen Spaß macht, hier zu arbeiten.

      BIPA Berndorf - weiter so! Von mir erhaltet ihr jedenfalls die volle Sterneanzahl!

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      5. Feb. 2020Vorheriger Beitrag
    • 16. Dez. 2020
      Erster Beitrag

      Eigentlich weiß ich gar nicht mehr, wann wir das erste Mal hier essen waren. Wenn ich darüber nachdenke, muss das schon vor vielen Jahren - bevor ich Yelp überhaupt kannte - passiert sein.

      Irgendwann nach einer Wanderrunde in der Umgebung passte es recht gut und wir kehrten ins Buchfinks ein. Der Gastgarten bzw. die Gartenterrasse ist schon sehr einladend - man sieht auf den "Allander Marktplatz" und somit direkt auf das Geschehen im Ort. Die Terrassenplätze sind sehr gemütlich und es lässt sich hier - auch bei großer Hitze - unter den Schirmen sehr gut aushalten. Der Kellner ist jedenfalls immer sehr aufmerksam und fragt sofort, ob man noch Wünsche hat. Das finde ich sehr aufmerksam und gut.

      Wie schon erwähnt, nach einer zugegeben ziemlich anstrengenden Wanderrunde wollten wir etwas zu uns nehmen, was nicht zu schwer im Magen liegt und auch nicht unglaublich sättigt. Da kam ein Schafkäse im gegrillten Zucchinimantel auf einer hübschen Salatvariation doch gerade richtig! Und auch das Putenfilet auf den gegrillten Seitlingen, welche ähnlich den Steinpilzen sind, war ausgezeichnet. Damals waren wir von dieser Wanderung extrem geschafft, weshalb wir einfach nur nach Hause gefahren sind. Wir hatten uns aber vorgenommen, auf jeden Fall dieses nette Restaurant auch weiterhin zu besuchen - nicht zuletzt, weil sie auch einen grenzgenialen steirischen Gelben Muskateller haben - was wir auch taten.

      Beim nächsten Besuch saßen wir im äußerst ansprechenden Wintergarten. Es ist warm, man kann jedoch trotzdem nach draußen sehen - das liebe ich sehr an einem Restaurant und natürlich ist genau DAS auch Sinn und Zweck eines Wintergartens! Noch dazu ist es ein absoluter Augenschmaus, wenn der Gastraum hübsch dekoriert ist, was hier absolut gegeben ist. Wir haben uns damals köstlich amüsiert und wollten natürlich auch wiederkommen.

      Es war bei anschließenden Besuchen völlig irrelevant, wann wir kamen, was auch immer wir bestellten, es funktionierte der Service einwandfrei, es brillierte das Essen - sowohl Vor- als auch Hauptspeisen - und ich muss zu meinem Entsetzen feststellen, dass ich es aufgrund dieser großen Portionen leider niemals geschafft habe, eine Nachspeise zu mir zu nehmen.

      Ich muss dieses Restaurant auch dahingehend loben, weil sie die Frittatensuppe genau SO machen, wie ich sie absolut LIEBE. Viel Einlage, etwas weniger Suppe. Das mag eine "Unart" von mir sein, aber ich habe es sehr gerne so. Diese Frittaten müssen sich mit der Suppe richtig "ansaufen". Wenn man sich die Fotos ansieht, merkt man, dass hier sehr viele Frittaten in der Suppe vorhanden sind, genau so muss das für mich sein. Es gibt natürlich auch Leute, für die ist das ein absolutes No-Go. Kann ich auch akzeptieren, muss ich aber bei Weitem nicht verstehen :-)

      Aber ganz egal, was auch immer wir hier in diesem Restaurant bestellen durften - es war tatsächlich alles grenzgenial - sowohl vom Geschmack als auch von der Konsistenz und dem Preis - alles ist nachvollziehbar, alles ist vertretbar, alles ist somit perfekt.

      Ich wüsste nicht, warum ich diesem wunderschönen, absolut großartigem und äußerst einfallsreichem Restaurant keine 5 Sterne geben sollte, denn ich habe noch niemals - weder in Wien noch in irgendeinem anderen niederösterreichischen Restaurant - eine "Steirische Schilcher-Sturm-Cremesuppe mit Kürbisstrudel" auf irgend einer Speisekarte gesehen und das finde ich jetzt doch etwas bedenklich, weil ich doch 14 Jahre in Wien gelebt habe. Vielleicht bin ich aber auch einfach nicht in die "richtigen" Lokale gegangen. Sei's drum - ich weiß jetzt jedenfalls, wo ich ein kleines Stück Steiermark herbekomme.

      Da muss ich dann wahrscheinlich schon wieder einmal in meine Heimat, die Steiermark, fahren. Bis dorthin wird aufgrund dieser **++***+* Pandemie jedoch wahrscheinlich auch noch einige Zeit vergehen. Ich kann diesem Restaurant aufgrund meiner Erfahrungen getrost 5 Sterne vergeben, denn jedes Mal, wenn ich dort bin, fühle ich mich zuhause, glücklich und geborgen. Vielen Dank dafür, das schaffen nicht viele. BITTE BLEIBT SO, LIEBES BUCHFINKS TEAM!

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    • 15. Dez. 2020

      Seitdem ich Weissenbach an der Triesting kenne, seitdem kenne ich auch den Landgasthof "Zur Bruthenne". Es ist eines der alteingesessenen Gasthäuser der Region, wo man einerseits wundervoll speisen und andererseits auch angenehm nächtigen kann, wobei ich zweiteres noch nie ausprobiert habe.

      Beim Eingang befindet sich gleich mal der Gastgarten. Da bin ich noch nie gesessen, weil er direkt bei der Straße ist und das kann ich eigentlich überhaupt nicht leiden, obwohl diese Straße gar nicht so extrem frequentiert ist. Ein Gastgarten in einem Innenhof ist mir trotzdem viel lieber.

      Beim Eintritt in das Gebäude befindet sich rechts gleich die Rezeption, wo man sich anmeldet, wenn man ein Zimmer gebucht hat. Es sieht alles sehr geordnet und sauber aus. Genauso rechts kommt man in die große Küche, hier kann man auch gerne mal einen Blick reinwerfen.

      Links geht man in den ersten gemütlicheren Gastraum, wo sich auch die Ausschank und der Stammtisch befinden. Weiter nach hinten geht es zum Saal, wo man - als es noch kein Corona gab - Feste und Feiern jeglicher Art abhalten konnte.

      Wir haben dort schon einige Speisen konsumiert, siehe Fotos. Es waren bisher alle sehr ansprechend angerichtet, geschmacklich wirklich sehr gut und der Preis war auch teilweise gut, teilweise etwas zu teuer kalkuliert. Natürlich befindet man sich hier in einem "Pilger-Hotel" - trotzdem sind wir hier am Land im tiefsten Triestingtal und nicht in einer Großstadt.

      Am besten haben mir bisher der Rindsbraten mit Nockerl, das Martinigansl, der Braten vom Tullnerfelder Schwein mit Serviettenknödel und die gebackenen Schweinemedaillons geschmeckt. Auch das Triestingtaler Wildragout kann sich durchaus sehen lassen. Herrlich dazu: Preiselbeeren! Nachspeisen kann sie auch ausgezeichnet, die Frau Lechner. Die Bozener Schmankerltorte und die Maroni-Nockerl mit Weichselsauce waren zum Niederknien!

      Auch die Bedienung war stets freundlich und es wurde immer drauf geschaut, dass wir genügend zu trinken haben und auch nachgefragt, wie es geschmeckt hat und ob wir noch Wünsche haben.

      Jetzt in der Lockdown-Zeit konnten wir einige Male am Wochenende das Essen abholen. Auch das ist bei uns sehr gut angekommen und ich glaube, dass auch andere Triestingtaler das so sehen. Was mir dort leider überhaupt nicht schmeckt, ist der Salat. Ich bin es gewöhnt, einen "Wiener Salat" zu essen - also es muss überall etwas Zucker rein, sonst kratzt mich der viele Essig im Hals.

      Wir werden ganz bestimmt noch sehr oft dieses Gasthaus besuchen, bzw. uns dort Essen holen. Vier Sterne, weil die Speisekarte für ein "Pilger-Hotel" schon auch etwas abwechslungsreicher sein könnte und hier noch Luft nach oben vorhanden ist.

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    • Schuhe

      Berndorf, 3

      3. Dez. 2020
      Erster Beitrag

      In Wien kommt man irgendwann - wenn nicht gerade Lockdown und Pandemie-Zustand herrscht - immer entweder bei einem Deichmann, Humanic oder Salamander vorbei. Am Land ist das schon schwieriger, denn hier gibt es sowas nicht.
      Die nächste "Stadt" hier im Triestingtal ist Berndorf - wobei ich sagen muss, dass es dort überhaupt nicht nach Stadt aussieht - und dort gibt es keines dieser drei Geschäfte, dafür jedoch ein kleines Juwel - das "Schuhhaus Augusta", mitten in der Fußgängerzone.

      Laut Information aus dem Internet besteht dieses Schuhgeschäft bereits seit dem Jahre 1958. Auch heute noch stehen Herr Heinrich und Frau Erika Augusta im Geschäft und beraten mit heller Freude ihre Kunden. Ich habe in Wien noch niemals so eine nette Verkäuferin gehabt und vor allem eine, die sich so gut ausgekannt hat. Man merkt, dass sowohl Herr als auch Frau Augusta ihren "Job" sehr gerne ausüben.

      Ein paar große, schön dekorierte Schaufenster wirken sehr einladend, sodass man gleich in das Geschäft reingehen möchte. Es gibt einige sehr gute Marken, wie z.B. Ara oder Rieker. Und welche Frau liebt es nicht, eine passende Handtasche zu ihren neuen Schuhen gleich dazu zu bekommen? Ich kann dort fast nicht vorbeigehen, ohne mir ein Paar zu kaufen und natürlich muss dann eine passende Tasche auch mit ins Einkaufssackerl! Solche kleinen sehr gut sortierten Fachgeschäfte gehören unterstützt, damit es sie noch sehr lange gibt.

      Ich befürchte allerdings, dass wir hier in Zukunft kein Glück haben werden, dass dieses Kleinod noch lange fortbestehen wird. Die Herrschaften Augusta sind bereits kurz vor der Pension und ich vermute, es wird sich niemand mehr in der heutigen Zeit antun, ein kleines Schuhgeschäft zu übernehmen. In Zeiten von amazon und überhaupt dem gesamten Onlineshopping tun sich solche Geschäfte mehr als schwer.

      Wenn man Schuhe anfassen und sie anprobieren kann, ist es weitaus besser als man bestellt 3 Paar übers Internet und muss 2 oder gar alle wieder retour schicken. Nicht nur Straßenschuhe, auch Hauspantoffeln bekommt man hier in guter Qualität. Natürlich auch die gesamte Schuhpflege und Imprägnierungen. Gemütliche Sitzbänke laden zum Verweilen ein und man kann sich in Ruhe überlegen, ob man etwas kaufen möchte oder nicht.

      Erwähnenswert ist vielleicht noch, dass der Eingang behindertengerecht ist und dass man sowohl bar als auch mit Bankomat und Kreditkarte bezahlen kann.

      Ich für meinen Teil werde jedenfalls immer wieder hin gehen, solange es dieses Geschäft noch gibt und noch viele Paar Schuhe einkaufen, auf das meine Füße glücklich bleiben! Sehr empfehlenswert - deshalb glatte 5 Sterne!

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    • Steakhouse

      Innere Stadt, Wien

      11. Okt. 2020

      Dies war mein zweiter Besuch im Livingstone. Dieses Restaurant hatte damals wie heute zwei Gault Millau-Hauben.

      Wir hatten damals Steaks (Rib Eye und Filet) und eine Nachspeise, die aus Schokokuchen mit flüssigem Kern, einer Kugel Vanille-Eis und eingelegten Weichseln bestand. Das Brot war damals geschmacklich sehr gut, jedoch brutal heruntergeschnitten, die Scheiben waren dick und die Rinde war hart, das kann ich bei Brot überhaupt nicht leiden. Diese Mini-Cornettos waren nett - hat mich irgendwie an die vom ehemaligen Carpe Diem in der Getreidegasse in Salzburg erinnert. Dazu passend gab es einen außergewöhnlich guten Weißwein - Gelber Muskateller Tement DAC aus der Südsteiermark.

      Heuer haben wir es endlich wieder hergeschafft. Wir betraten das Restaurant mit Mund-Nasen-Schutz. Der Kellner führte uns an unseren Tisch, wo wir diesen dann abnehmen durften. Wir hatten das Glück, gleich neben der Küche zu sitzen, wo die eifrigen Köche ihr Handwerk vollbrachten und wir ihnen dabei zusehen konnten. An dieser Stelle ein großes Lob an alle, die auf so engem Raum miteinander kleine kulinarische Wunder vollbringen - ihr seid spitze!

      Als Aperitiv wählte ich einen Hugo, nicht zu süß. Mein Liebster trank Campari Soda. Zuerst kam der "Gruß aus der Küche", wiederum dieses wohlschmeckende Brot, leider wieder mit derselben harten Kruste wie damals. Naja, das ist halt der Stil dort, kann man nix machen. Die "Mini-Bloody-Mary" ohne Alkohol war herrlich, leicht scharf und hat voll geflasht, sehr passend zum Kräuter-Aufstrich.

      Ich bestellte als Vorspeise die Kokossuppe mit Limette, Zitronengras und Thunfisch. Der Kellner war scheinbar ein kleiner Scherzbold, denn er stellte mir zuerst einen riesigen Teller mit vielleicht 5 Stück rohem Thunfisch hin und schaute mich wartend an. Ich schaute ganz perplex zurück und daraufhin holte er eine Art Teekanne, worin sich die Suppe befand. Er lächelte, weil er wusste, dass er mich leicht aus der Fassung gebracht hatte. Ich fands ganz witzig. Doch das Wichtigste: Diese Suppe war zum Niederknien! Sobald die heiße Suppe die Thunfischstücke berührte, fingen diese an, zu garen. Der Geschmack war sensationell! Der Liebste bestellte sich ein Beef Tatar vom Angus-Rind. Man sah, dass das per Hand gehackt wurde. Diese Saucen-Pünktchen sind für mich immer völlig überflüssig, aber was eigentlich gar nicht ging, war das Brioche-Toastbrot. Zu einem pikanten Tatar ein süßes Gebäck? Hmmm. Ich hätte es durch normales Toastbrot ersetzen lassen, aber der Liebste aß es auch so und es schmeckte ihm auch.

      Es war an diesem Abend wirklich sehr viel los und zwischen Vor- und Hauptspeise betrug die Wartezeit ca. 45 Minuten. Für mich einen Tick zu lange. Als dann endlich die Hauptspeisen serviert wurden, waren wir glücklich. Die meines Liebsten bestand aus einem Dry-Aged Rib-Eye-Steak vom Haller (www.bullinarium.com) und meine war wiederum ein 200g-Filet-Steak vom Angus-Rind. Beide Steaks waren wieder perfekt von der Garstufe her erwischt, die können das dort halt einfach. Mein Trüffel-Pürree war sensationell, die Speckfisolen leider etwas zu roh und diese Sauce, die wir bei unserem ersten Besuch hatten - ich glaube, sie hieß Bourbon-Sauce, war auch nicht mehr dieselbe wie damals, trotzdem schmeckte sie. Ein weiteres Highlight für mich war zusätzlich zum Fleisch noch diese Riesengarnele.

      Der Weißwein, den wir uns an diesem Abend ausgesucht haben, war zwar ok und hat auch zum Essen gepasst, aber das Geld trotzdem leider einfach nicht wert (Gelber Muskateller v. Jaunegg, EUR 35,00). Wenn die Gläser sich leerten, kam der Oberkellner immer brav nachfüllen, das erwarte ich mir jedoch auch.

      Zum krönenden Abschluss ließen wir uns noch mit einer Käseplatte und hochprozentiger Flüssigkeit versorgen. Birnenschnaps war gewöhnlich. Dann bestellten wir ein Mal die kleine Käseplatte mit 3 Sorten und einmal die große mit 5 Sorten, weil wir zu dritt waren. Als wir Kellner und Oberkellner nach den Sorten befragten, wusste keiner eine zufriedenstellende Antwort. Das geht in einem zwei-Hauben-Lokal absolut gar nicht! Wir probierten dann halt einfach alle durch und kamen zur Erkenntnis, dass alle Sorten geschmacklich nicht unbedingt eine Explosion waren, das würde ich garantiert nicht nochmal bestellen.

      Wenn ich alles zusammenrechne - Ambiente (Kolonial-Stil, gemütlich), Bedienung (freundlich und bemüht, teilweise unwissend und etwas frech), Essen (spitze), Getränke (nah dran an großartig), Nachspeisen (ausbaufähig), Preise (uff) - ich kann leider keine volle Sterneanzahl vergeben, denn bei diesen Preisen und der zwei Hauben erwarte ich mir 100%ige Perfektion und das war leider nicht gegeben.

      Wir werden trotzdem irgendwann wiederkommen, falls dieses Restaurant nicht auch der Corona-Krise zum Opfer fällt.

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