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  • 5.0 Sterne
    3.5.2009
    Erster Beitrag

    Nach Vollendung der Revitalisierung unseres Kalvarienberges im Norden von Graz, machten wir heute am späten Nachmittag einen Ausflug dorthin. Es lockerte gerade wieder auf nachdem es den ganzen Nachmittag, immer wieder, Gewitter gab.
    Von uns ist es ja mit dem Auto nur ein Katzensprung über die Kalvarienbergbrücke über die Mur zu diesem Felsen mit den drei Kreuzen. Es gibt sogar einen kleinen Parkplatz.

    Zuerst kommt man zur Kalvarienbergkirche zum Hl. Kreuz. Davor links eine Skulptur mit dem Kreuz tragenden Christus und auf der anderen Seite die trauernde Mutter Gottes.

    (Siehe Foto unten)

    Wenn man dann links an der Kirche vorbei geht, steht man plötzlich vor einem wie aus der Erde gewachsenen Felsen, am Fuße steht eine größere Kapelle, leider geschlossen und daneben befinden sich in einer großen Mauernische Figuren verschiedener Heiliger.

    (Siehe Foto unten)

    Vor rund 400 Jahren wurde der Austein ein Felsblock aus Schiefer als religiöse Stätte auserkoren. 1606 ließ Bernhard Walther die 3 Kreuze auf der Spitze errichten und dieser Ort wurden bald ein beliebtes Wallfahrts- und Prozessionsziel.

    (Siehe Foto unten)

    Der Eigentümer dieses Felsens, Freiherr Maschwander, schenkte diesen Hügel den Grazer Jesuiten und nach jahrelanger Behinderung durch die Amtskirche wurde 1653 die Erlaubnis zum Bau der Heilig-Grab-Kapelle und Leidensstationen erteilt.
    1723 fand die Kalvarienberganlage mit der Einweihung der heiligen Stiege und der Schaubühne ihren Abschluss, es ist ein Werk des steirischen Barockbaumeisters Johann Georg Stengg.
    (Siehe Foto unten)

    Der Grazer Kalvarienberg ist von den über 600 heiligen Bergen in der Donaumonarchie nicht nur der älteste, sondern auch in kulturgeschichtlicher Hinsicht der größte und bedeutendste Ort, mit der Darstellung der Leiden Christi, in freier Natur.

    Heute führen einige steile, sanierte Stiegenaufgänge hinauf auf das Plateau wo sich nicht nur die Gruppe mit den 3 Kreuzen befindet, man hat auch von hier einen herrliche Ausblick Richtung Nordosten zu unserem Hausberg Schöckl und nach Süden zum Schlossberg.
    Unterhalb des Berges fließt die zur Zeit ziemlich viel Wasser führende Mur und daneben ist der von der Grazer Bevölkerung sehr beliebte Rad-und Wanderweg.

    (Siehe Foto unten)

    Es gibt eine Sage die erzählt, dass einst ein großes Fest auf unserem Schöckel stattfand. Es erschien ein grün gekleideter Jäger der den Festgästen versprach innerhalb von 24 Stunden den Schöckel dreimal aufzustocken, wenn der erste Mensch der diesen Berg besteigt ihm gehöre.
    Die Leute stiegen auf diesen Handel ein und der Teufel, der ja der Jäger war, entschwand in den Wolken und sauste nach Afrika. Er entriss dem dortigen Mondgebirge einen riesigen Felsblock und flog mit diesem am Rücken wieder zurück in die Steiermark, als er über Wildon flog sah er eine Osterprozession und da fiel ihm ein, dass er ja zu dieser heiligen Zeit keine Macht über die Menschen besitzt.
    Aus Wut schleuderte er den riesigen Felsen ins Murtal, der zerbrach in 2 Trümmer, das größere Steinstück ist der heutige Schlossberg und das kleiner Stück der Kalvarienberg.

    Wenn man vor dem Felsbrocken des Kalvarienberges steht, könnte man der Sage Glauben schenken.
    (Siehe Foto unten)

    • Qype User parzer…
    • Graz, Steiermark
    • 1 Freund
    • 14 Beiträge
    5.0 Sterne
    15.9.2010

    Der Kalvarienberg ist ein schöner ruhiger Fleck, auch für Menschen, die nicht der Spirituellen Andacht folgen. Des Abends bietet er auch manchmal dem einen oder anderen jungen Paar aus der Umgebung einen Ort der Ruhe und Ungestörtheit.

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